Bei den jährlichen Wartungsarbeiten eines Außenborders solle der Impeller auf jeden Fall gewechselt werden. Beim Wechseln des Impellers müssen auch alle Dichtungen der Impellerpumpe erneuert werden.
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Hier wird der Wechsel vom Impeller bei einem Mariner /Yamaha 30 AE beschrieben:
Da der Impeller im Unterwasserteil (UWT) des Außenborders zu finden ist, muss dieses vom Schaft gelöst werden.
Hierzu ist als erstes das Schaltgestänge zu trennen. Um das Schaltgestänge trennen zu können, muss der Vorwärtsgang eingelegt werden. Nun kann man mit zwei Schraubenschlüsseln die beiden Muttern auseinander drehen.

Das Unterwasserteil ist mit vier Schrauben am Schaft befestigt. Diese müssen herausgedreht werden.
Nun kann das Unterwasserteil vorsichtig aus dem Schaft gezogen werden. Unter Umständen lässt es sich nur schwer herausziehen.
Wenn das Unterwasserteil herausgezogen ist, sollte man es gut zugänglich irgendwo aufstellen. Ich klemme es immer vorsichtig mit der Finne und einem alten Lappen in einem Schraubstock ein.
Das Steigerohr und das Rohr, welches um die Antriebswelle gesetzt ist können abgezogen werden, eventuell stecken diese Teile auch noch im Schaft und sollten dann von dort herausgezogen werden. Das Impellerpumpengehäuse ist mit drei Schrauben befestigt. Diese müssen heraus geschraubt werden, dann die Gehäuseteile ab ziehen.


Das Gehäuse der Impellerpumpe sollte von innen auf tiefe Riefen und Unebenheiten geprüft werden. Wenn Beschädigungen vorliegen, so ist der kleine Metalldeckel oder / und das Kunststoffgehäuse zu tauschen.

Dann ist der Impeller von der Antriebswelle abzuziehen. Man kann den Impeller vorsichtig mit einem Schraubendreher etwas anheben, es darf aber die Platte auf der er läuft nicht verkratzt werden.


Damit der Impeller von der Welle angetrieben werden kann, ist ein kleiner Dorn in der Antriebswelle eingeschlagen. Dieser muss mit einer Spitzzange herausgezogen werden.


Dichtung von Trägerplatte lösen.

Dann kann die Trägerplatte demontiert werden. Hierzu kann man diese mit einem Schraubendreher an der Einkerbung anheben.

Auf der Rückseite der Trägerplatte befindet sich wieder eine Dichtung, welche entfernt werden muss

Jetzt kann optional die darunter liegende Platte, welche die Simmeringe zum Abdichten des Getriebes enthält, demontiert werden. Dies kann z. B. notwendig sein, wenn das Getriebe undicht ist und die Simmeringe bzw. der Dichtring gewechselt werden müssen. Jedoch kann es sein, dass je nach Alter und Zustand des Motors diese Platte entsprechend fest gefressen ist und sich nicht ohne großen Kraftaufwand heraus hebeln lässt. Es besteht die Gefahr, dass die Platte bricht. Man kann versuchen diese vorsichtig an der Einkerbung mit einem Schraubendreher heraus zu hebeln.

Hier gibt es auch wieder eine Dichtung, die ersetzt werden muss.

Jetzt müssen die Simmeringe und der Dichtring geprüft und ggf. ersetzt werden.

Die Trägerplatte für die Simmeringe sollte nun mit seewasserbeständigem Fett und einer neuen schwarzen Dichtung zum Gehäuse hin wieder eingesetzt werden.
Auch muss eine neue grüne Dichtung, auf die später die Trägerplatte vom Impeller kommt, verwendet werden.

Nun muss die Trägerplatte vom Impeller geprüft werden, sie darf keine tiefen Riefen oder Verformungen aufweisen. Laufspuren vom Impeller sind jedoch normal. Dann kann die Platte über die Antriebswelle auf die grüne Dichtung gesetzt werden. Auch ist der Dorn wieder in die Antriebswelle zu setzen.

Jetzt muss erst eine neue Dichtung für das Impellerpumpengehäuse auf die Platte gesetzt und dann ein neuer Impeller auf die Antriebswelle geschoben werden. Ich empfehle, den neuen Impeller etwas mit Vaseline zu bestreichen.

Nun kann das schwarze Kunststoffgehäuse mit dem innen liegenden Metalldeckel (Impellerpumpengehäuse) wieder auf gesetzt werden. Das Kunststoffgehäuse und der innen liegende Metalldeckel dürfen keine Beschädigungen aufweisen. Hierzu die Antriebswelle im Uhrzeigersinn drehen und dabei das Impellerpumpengehäuse vorsichtig nach Unten schieben.

Anschließend ist der äußere Metalldeckel der Impellerpumpe zu montieren und wieder mit drei Schrauben zu befestigen.
Das Steigerohr und das Rohr, welches über die Antriebswelle geschoben wird, sowie der Zahnenkranz oben an der Antriebswelle sollten vor der Montage an den Flanschstellen mit seewasserbeständigem Fett eingefettet werden.

Beim Aufschieben vom Unterwasserteil muss darauf geachtet werden, dass das Steigerohr im Schaft wieder richtig eingeführt wird. Ist das Steigerohr nicht richtig mit dem Schaft und dem UWT verbunden, so kann kein Kühlwasser gefördert werden. Dann muss das UWT wieder mit vier Schrauben am Schaft verschraubt werden.

Zum Schluss muss natürlich das Schaltgestänge wieder zusammen geschraubt werden. Hierbei muss sich die Schaltung im Vorwärtsgang befinden.

Der Motor sollte abschließend in einem Fass oder Regentonne probelaufen. Natürlich geht das auch mit dem Spülanschluss und dem Gartenschlauch, jedoch gibt ein Test in der Tonne die Funktionalität der Kühlung realistischer wieder. Denn nur so kann erkannt werden, ob die Impellerpumpe wirklich Wasser ansaugt. Das Fass sollte mindestens so hoch mit Wasser befüllt sein, biss die komplette Impellerpumpe mit Wasser bedeckt ist.
Ich möchte hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich keine Verantwortung für eventuelle Schäden an Euren Motoren, beim Durchführen der hier beschriebenen Schritte übernehme. Auch kann es sein, dass es Unterschiede zu einzelnen Motormodellen und Baujahren beim Wechseln des Impellers gibt.







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